Kloster Anrode

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Das Kloster Anrode ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster im Unstrut-Hainich-Kreis (Thüringen).

Geschichte

Das Kloster Anrode wurde vermutlich 1267 durch die Zisterzienserinnen des Klosters Beuren gegründet. Doch schon davor existierte ein Dorf Anrode, welches unter dem Namen „Anninrod“ bis ins 13. Jahrhundert bestand. Das Kloster wurde im Dreißigjährigen Krieg schwer in Mitleidenschaft gezogen und stand kurz vor dem finanziellen Ruin. Auch in der darauf folgenden Zeit schaffte es das Kloster nicht, sich völlig zu erholen. 1810 wurde das Nonnenkloster im Zuge der Säkularisation aufgehoben.

Bereits 1811 wurde das Kloster an Johann Franz Justus von Wedemeyer verkauft. Dieser nutzte die Klostergebäude und -ländereien landwirtschaftlich. Ab 1950 wurde in den ehemaligen Klostergebäuden eine Seilerfabrik eingerichtet, die bis 1989 bestand. 1993 wurde das Kloster von der Gemeinde Bickenriede gekauft und wird seitdem überwiegend mit Landes- und Bundesmitteln restauriert.

Derzeitige Nutzung

Ein schlüssiges Nutzungskonzept liegt derzeit nicht vor. Das Gelände wird derzeit regelmäßig für Märkte und sporadisch für Abendveranstaltungen genutzt. Das dort befindliche Museum ist mangels ABM-Kräften regelmäßig nur zum Tag des offenen Denkmals geöffnet.