Kloster Hilwartshausen

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Gut Hilwartshausen

Das Klostergut Hilwartshausen liegt an der Weser und gehört zu Gimte, bei Hann. Münden. Das Kloster gehört zu Niedersachsen, ist jedoch eng von der Landesgrenze Hessen umgeben.


Geschichte

Klosterscheune mit markanten Treppengiebel

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Siedlung Hilwartshausen bereits vor der Gründung des Klosters im frühen 9. Jahrhundert. Dabei handelt es sich um eine Schenkungsurkunde des Bischofs Erkanbert von Minden an das Kloster Fulda. 960 gründete Otto I. das reichsunmittelbare Augustinerinnenstift Hilwartshausen als Jungfrauenkongregation. Die errichtete Klosterkirche wurde dem Märtyrer Stephanus geweiht. Sie ist im 30-jährigen Krieg und nach dem Niedergang der Augustinerinnenstifts verfallen. Nur noch Fragmente in dem im 18. Jahrhundert zu einem Barockpark umgebauten Klostergarten sind erhalten. Dabei handelt es sich um eine Säule mit Kapitell und einen Säulenteil unter einer Tischplatte.

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Säulenfragment im Park

In dem Park ist noch ein Schneckenturm als Gestaltungselement aus der Barockzeit erhalten. Die gotische Klosterscheune mit Treppengiebel wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gebaut.

Jahrhundertelang bewirtschaftete das Kloster Hilwartshausen die Felder und Wälder des Hohen Hagens bei Dransfeld. Die Nonnen übertrugen den Berg 1529 an die Stadt Dransfeld. Die hatte dort bereits 1492 das Jagdrecht auf Hasen eingeräumt bekommen. Als der Rohstoff Basalt interessant wurde, verpachtete die Stadt die Flächen.

Heute ist das Kloster Hilwartshausen ein landwirtschaftlich modern geführtes Gut. Es ist im Besitz der Klosterkammer Hannover. Schwerpunkte der Produktion sind die Rinderzucht und der Getreideanbau.